cresc... Fadenspiele16. – 25.2.2O24

Alexander SchubertAlexander Schubert
Brad LubmanBrad Lubman
Brigitta MuntendorfBrigitta Muntendorf
Christian JaksjøChristian Jaksjø
Cocoon DanceCocoonDance
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Friederike BrendlerFriederike Brendler
George BenjaminGeorge Benjamin
Gil Monteagudo RuizGil Monteagudo Ruiz
Hendrika EntzianHendrika Entzian
Hermann Kretzschmarhermann Kretzschmar
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Jeaduk KimJeaduk Kim
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Megumi KasakawaMegumi Kasakawa
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Po-Chien LiuPo-Chien Liu
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Yasuhiro ChidaYasuhiro Chida
Żaneta RydzewskaŻaneta Rydzewska
George Benjamin

Künstler*in

© Rui Camilo
cresc... Fadenspiele

George Benjamin

Der britische Komponist und Dirigent George Benjamin gehört zu den einflussreichsten Künstlern der Gegenwartsmusik. Seine steile Karriere ging von Anfang an mit großen Namen einher. 1960 in London geboren, nahm Benjamin mit 14 Jahren an der Westminster School in seiner Heimatstadt das reguläre Musikstudium auf und ging von 1976 bis 1978 nach Paris, um bei Olivier Messiaen und Yvonne Loriod zu studieren. Das Orchesterwerk ›Ringed by the Flat Horizon‹ wurde 1980 bei den BBC Proms gespielt und begründete seine Karriere als Komponist. 1984 kehrte George Benjamin nach Paris zurück, um seine Fertigkeiten am IRCAM bei Pierre Boulez noch zu vervollkommnen.

1987 schuf George Benjamin, zum zehnjährigen Bestehen dieser bedeutenden französischen Institution, das Ensemblestück ›Antara‹, 1995 folgten, zum 75-jährigen Jubiläum der Salzburger Festspiele, die ›Three Inventions for Chamber Orchestra‹. Boulez und das London Symphony Orchestra musizierten 2002 die Uraufführung von ›Palimpsest I und II«. 2008 spielten Pierre-Laurent Aimard und das Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst in Lucerne die Uraufführung von Benjamins Klavierkonzert ›Duet‹.

Bedingt durch seine selbstkritische und akribische Arbeitsweise umfasst Benjamins Werkkatalog eine recht überschaubare Anzahl von Werken. Seine Inspiration bezieht Benjamin dabei aus dem unmittelbaren sinnlichen Erleben seiner Umwelt: durch einen besonderen Lichteffekt, den Eindruck eines Sturms oder den Klang eines Instruments – häufig aber auch »indirekt«, durch literarische und bildnerische Landschaftsdarstellungen.

George Benjamin ist auch als Dirigent erfolgreich und leitete u.a. die London Sinfonietta, das Ensemble Modern, das Cleveland Orchestra, das Koninklijk Concertgebouworkest und die Berliner Philharmoniker. Er dirigierte zahlreiche Uraufführungen u.a. von Wolfgang Rihm, Unsuk Chin, Gérard Grisey und György Ligeti. Als Professor für Komposition lehrt er zudem am King’s College in London. George Benjamin wurde u.a. mit dem Rostrum of Composers der UNESCO, dem Lili Boulanger Award, dem Koussevitzky International Critics Award und dem Schönberg-Preis des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin ausgezeichnet.