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Walter van Hauwe

Walter van Hauwe ist der traditionellen Blockflöten-Literatur nicht nur als Solist, sondern auch als Mitglied des Ensembles »Quadro Hotteterre« (1969) und des Ensembles »Little Consort« verbunden. Seine Affinität zur zeitgenössischen Literatur, die bereits mit dem in 1970 gegründeten, experimentellen Blockflöten-Ensemble »Sour Cream« (mit Frans Brüggen und Kees Boeke) zum Ausdruck kam, ist im Verlauf der 1980er Jahre immer mehr gewachsen. Komponisten wie Franco Donatoni und Isang Yun schrieben, angeregt durch seine Person, für die Blockflöte.


Dank einer intensiven Zusammenarbeit mit der japanischen Marimba-Spielerin Keiko Abe und später mit dem »Maarten Altena Ensemble« (spezialisiert auf zeitgenössische, improvisierte Musik mit stark experimentellen Jazz-Einflüssen) hatte Van Hauwe die Möglichkeit, sein Interesse für improvisierte Musik weiter zu entwickeln. Sein Interesse am Theater ist in verschiedenen Produktionen mit den bekannten Theatergruppen »Hollandia« und »Veenfabriek« sichtbar geworden.


Walter van Hauwe ist seit 1972 Professor am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam. Er schrieb eigens für Blockflötendozenten und professionelle Studenten ein dreiteiliges Lehrbuch, »The Modern Recorder Player«, erschienen bei Schott London, das inzwischen in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Seit 1989 arbeitet Van Hauwe an der Erstellung eines Gesamtkatalogs für zeitgenössische Blockflötenmusik, dem »Catalogue for Contemporary Blockflute Music©«. Darin kann man fast alle originale Blockflötenliteratur über fünf Jahrhunderte nachlesen.
2002 erhielt Walter van Hauwe den prestigeträchtigen Holländischen »Prins Bernard Music Award« für sein Schaffen. Aufnahmen sind bei Telefunken (»Das Alte Werk«), Vanguard, Columbia-Denon, RCA, CBS und seit neuestem bei »Attacca« und Moeck Verlag/Channal Classic erhältlich.


22. November 2017, 18.00 Uhr: In Between - Film und Podiumsgespräch

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