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Martin Matalon

Martin Matalon wurde 1958 in Buenos Aires geboren und erhielt seinen Bachelor-Abschluss in Komposition 1984 am Boston Conservatory of Music, gefolgt von einem Master-Abschluss 1986 an der Juilliard School of Music. Nachdem er sich selbst mit Hilfe von Jacques-Louis Monod das Dirigieren beigebracht hatte, gründete er 1989 Music Mobile, ein New Yorker Ensemble, das sich dem zeitgenössischen Repertoire widmete und von 1989 bis 1996 aktiv war.


Matalon erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter 2007 den »Grand Prix des Lycéens«, 2005 das J. S. Guggenheim-Stipendium und den Preis des Institut de France Académie des Beaux Arts, 2001 den Preis der Stadt Barcelona, 1986 das Charles-Ives-Stipendium der American Academy and Institute of Arts and Letters und 1988 ein Fulbright-Stipendium für Frankreich.
1993 arbeitete der Komponist zum ersten Mal mit dem IRCAM zusammen, wo er an »La Rosa profunda« arbeitete, der Musik zu einer Ausstellung über »Das Universum von Borges« am Centre Pompidou. Im folgenden Jahr erteilte ihm das IRCAM einen Auftrag für eine neue Filmmusik für die restaurierte Fassung von Fritz Langs Stummfilm »Metropolis«. Danach wandte sich Matalon dem Universum von Luis Buñuel zu und schrieb nacheinander Filmmusiken für die drei legendären surrealistischen Filme des spanischen Regisseurs: »Un Chien andalou« (1927), »L’Age d’or« (1931) und »Las Hurdes (terre sans Pain)« (1932).


Sein Werkkatalog umfasst auch Kammer- und Orchesterwerke sowie Werke in einer großen Zahl verschiedener Genres: musikalische Erzählungen, choreographische Werke, Installationen, Musik mit Text, Hörspiele und vieles mehr. Martin Matalon hat u.a. bereits Werke für das Orchestre de Paris, das Orchestre National de France, das Orchestre Philharmonique, das Orchestre National de Lorraine, das Orquesta de Barcelona y Catalunya, das Ensemble Inercontemporain, für Barcelona 216, Les Percussions de Strasbourg und das Ensemble Modern geschrieben.


Martin Matalon war 2003 und 2004 Composer-in-Residence beim Orchestre National de Lorraine und beim Arsenal de Metz und von 2005 bis 2009 Composer-in-Residence am Studio für elektronische Musik von La Muse en Circuit.


24. November 2017, 20.00 Uhr: Take Death

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